Textwerkstatt Freie Texte
Rascheln, Winseln und noch mehr
Von Hannah Mauss, 9 Jahre
Es war an einem warmen Sommertag. Marc ging mit seinem Freund Niklas zum Fußballtraining vom FC Bayern München. Marc hatte einen neuen Ball und wollte ihn direkt ausprobieren. Als sie beim Sportplatz ankamen, war der Trainer schon da. Louis kam wie immer im Podolski-T-Shirt.
Das Training begann. Norbert, der Trainer, holte Moritz auf die Bank und ließ Mehmet rein. Abwehr gegen Sturm! Das Mittelfeld wurde eingeteilt. „Auf Hendriks Tor“, rief Norbert. 2:1 für die Abwehr! Nach zwei Stunden war das Training beendet. Marc und Niklas wollten gerade nach Hause laufen, als sie ein Geräusch hörten. Es klang wie ein weinendes Baby. Etwas raschelte neben ihnen. Dann sahen sie einen wackelnden Busch, der jaulte.
Louis kam zu ihnen. „Warum bleibt ihr stehen?“, rief er.
„Hörst du das nicht?“, fragte Niklas. Da hörte auch Louis das Geräusch. „Es kommt aus dem Gebüsch“, flüsterte Marc. Alle gingen langsam hin. Niklas schlich auf den Busch zu und machte ihn auseinander. Die Kinder waren erleichtert: ein kleiner Hund hatte sich in den Ästen verfangen, er hatte einen Blutkratzer am Bein und winselte. Nichts Schlimmes war in dem Busch passiert. Marc und Louis befreiten den kleinen Hund und legten ihn in Marcs Sporttasche. Sie brachten ihn zu Niklas nach Hause.
Leonard, Niklas’ Bruder, fragte, wie er hieße. Das wussten sie nicht, doch er hörte auf den Namen Snoopy.
Louis bastelte Plakate und Marc machte Fotos. Unter ein gutes Foto schrieben sie: „Hund gefunden! Der Besitzer meldet sich bitte im Forsthausweg 16!“ Doch niemand kam. Plötzlich hörten sie einen großen Lastwagen. Er hielt vor dem Haus. Ein Mann klopfte an die Tür. Niklas öffnete. Snoopy lag auf der Treppe im Haus. Der Mann guckte ihn genau an und entschied, es sei nicht sein Hund.
Marc und Louis durften bei Niklas übernachten, weil am nächsten Tag Samstag war. Am nächsten Morgen wurden die drei von einem schrecklichen Klingeln und Hundegebell geweckt. Snoopy stand an der Tür und draußen stand eine Frau. Sie sagte: „Das ist mein Hund. Schnuffi heißt er. Gestern Vormittag habe ich die Mülltonne reingeholt, da ist er wohl aus der Haustür gelaufen.“ Die Frau bedankte sich und gab jedem ein bisschen Finderlohn. Dann bog das rote Auto mit Schnuffi um die Ecke.
Niklas, Marc und Louis konnten wieder zum Fußballtraining gehen.
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