Textwerkstatt Freie Texte
Im Freizeitpark
Von Yelena Caja Graubner, 9 Jahre
An einem Wochenende war ich mit meiner Familie auf einem Ausflug. Wir besuchten meine Tante, die wie wir in Berlin wohnte. Sie geht mit uns immer in den Freizeitpark, und ich freute mich schon. Ich gehe am liebsten auf die Achterbahn, die mit drei Loopings und zwei Spiralen. Als wir im Freizeitpark angekommen waren, sah ich sie schon, die Achterbahn. Ich fragte, ob ich schon fahren darf, während die anderen noch wo anders waren, aber ich musste warten, weil meine Geschwister zum Karussell wollten. Ich schlich mich aber heimlich weg, um Achterbahn zu fahren. Es war wie immer eine aufregende Fahrt. Ich bin aber nicht nur einmal gefahren, sondern 5-mal. Als mir dann langsam schlecht war und ich nicht mehr fahren wollte, waren die anderen nicht mehr beim Karussell. Ich ging zu anderen Karussells, hoffte, dass sie dort wären, aber es war weit und breit niemand zu sehen. Zu den anderen Achterbahnen ging ich auch noch, ich suchte praktisch den ganzen Freizeitpark nach meiner Familie ab. Als ich die Hoffnung aufgegeben hatte, trat ich auf etwas Hartes, es knirschte unter meinem Fuß. Ich hob den Gegenstand auf und schaute ihn mir genauer an. Nach ein paar Sekunden fing das Ding in meiner Hand an zu summen, und ich merkte, dass es ein Handy war, es hatte gerade eine SMS erhalten.Es war aber nicht irgendein Handy, es war das Handy, das meine Schulfreundin Lena vor ein paar Tagen verloren hatte, nachdem sie mit ihrer Schwester auf dem Kettenkarussell war - ich erkannte es an dem wunderschön glitzernden Herzchensticker. Meine Freude war unbeschreiblich und ich wählte sofort die Handynummer meiner Mutter. Sie sagte, dass sie ganz in meiner Nähe sind, als mich meine kleine Schwester anrempelte, die scheinbar vorgelaufen war. Als wir alle versammelt waren, fuhren wir sofort nach Hause, weil jeder ja schon seinen Spaß hatte und jetzt glücklich war, wie immer nach dem Freizeitpark. Na ja, nicht ganz glücklich, ein bisschen Ärger gab es schon. Ich rief noch Lena an, um ihr von meinem Fund zu berichten, und am Montagmorgen, in der Schule, gab ich ihr das Handy einigermaßen ganz zurück.
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