Textwerkstatt Freie Texte
Paula und die Klassenfahrt
Von Sina Rothert, 9 Jahre
Paulas Mutter packte für die Klassenfahrt den Koffer. Es war Paulas erste Klassenfahrt. Die Mutter packte auch Gummibärchen ein. Paula war schon ganz gespannt. Am Abend sagte die Mutter: „Paula geh jetzt ins Bett!“ Paula ging ins Bett, die Zähne hatte sie schon geputzt und den Schlafanzug an. Am nächsten Morgen rüttelte und schüttelte ihre Mutter sie aus dem Bett. Sie rief: „Mein Wecker hatte keine Batterien mehr, deshalb habe ich verschlafen. Wir müssen uns beeilen!“ Paula zog sich ganz schnell an, und aß nur ein halbes Brötchen. Dann nahm ihre Mutter schnell das Gepäck und hastete mit Paula zum Bus. Puh, geschafft! Der Bus stand noch da. Der Bus war schon voller Kinder aus ihrer Klasse. Paula stieg schnell ein und winkte ihrer Mutter zu. Dann fuhr der Bus los. Alle Kinder winkten ihren Eltern. Die Fahrt war schön. Paula spielte mit ihrer allerbesten Freundin Anne Schach auf einem Steckbrett. Der Bus hielt vor einem großen Haus. Es stand in gelb-orangen Buchstaben Schullandheim dran. Paula steckte schnell das Schachspiel ein und nahm ihre Sachen. Alle Kinder stiegen aus. Auf Zimmer 1 schliefen Thomas, Timo und David, auf Zimmer 3 Ron, Klaus und Nils. Lina, Kathrin, Kira schliefen auf Zimmer 2 und Florenz, Anne und Paula auf Zimmer 5. Die Lehrerin Frau Hagemann rief in alle Zimmer, dass die Kinder essen kommen sollten. „Es gibt Spaghetti und Tomatensoße“, sagte Frau Hagemann. Als sie fertig gegessen hatten, gingen sie zurück auf ihre Zimmer. In Paulas Zimmer redeten sie davon wie lecker das Abendessen war. Dann schliefen alle Kinder der Reihe nach ein. Mitten in der Nacht wurde Paula von leisem Rascheln geweckt. Sie bekam einen riesengroßen Schreck. Sie weckte sofort die anderen Mädchen auf dem Zimmer. Die flüsterten: „Es kommt vom anderen Mädchenzimmer.“ Sie gingen in das andere Zimmer und weckten die Kinder. Sie durchsuchten alles. Nur Lina suchte nicht mit! Die Mädchen fanden nichts, bis Kira sich an einer Kiste den Fuß stieß. Sie machten die Kiste auf, eine kleine Schildkröte saß in der Kiste. Fragend schauten sie sich an. Wem gehörte wohl diese süße Schildkröte? Lina holte die Schildkröte aus der Kiste und meinte: „Die Schildkröte heißt Freddi! Er gehört mir, ich wollte ihn nicht alleine zu Hause lassen.“ „Ach so“ sagte Florenz. Paula meinte: „Wir dürfen es nicht Frau Hagemann sagen, sonst gibt’s Ärger!“. Anne sagte: „Jetzt geh ich aber schlafen, ich bin schildkrötenmüde!!!“ Alle Mädchen lachten. Die Kinder aus Paulas Zimmer holten ihre Bettsachen und Matratzen und brachten sie in das Zimmer von Lina. Dort legten sie sie auf den Boden, denn natürlich wollten sie bei der Schildkröte übernachten. Am nächsten Morgen guckte Frau Hagemann überrascht in das volle Mädchenzimmer, sie rief: „Was ist hier los?“ Paula sagte: „Florenz, Anne und ich wollten gerne bei den anderen Mädchen schlafen.“ Die Lehrerin meinte: „Da hättet ihr mich ja fragen können, aber ich bin euch nicht böse.“ Auf einmal raschelte Freddi in seiner Kiste, Frau Hagemann guckte sich um. Dann raschelte Freddi noch einmal. Die Lehrerin fragte: „Was war denn das?“ Florenz sagte schmatzend: „Ich esse gerade Gummibärchen und habe mit der Tüte geraschelt.“ „Dann ist ja alles O.K.“ meinte die Lehrerin und ging aus dem Zimmer. „Prima Idee, Florenz“ rief Paula und klopfte ihr auf die Schulter. “Du hast uns vor Ärger bewahrt, dafür teilen wir uns jetzt alle mein Gummibärchentüte!“ Die Kinder und Freddi verbrachten noch tolle Tage im Schullandheim.
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