Schreibtipps
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Schreibtipps für Dich!
Hier werden Schreibtipps vorgestellt. Los geht’s
Kreatives Schreiben
Titel öffnen Türen
Der Titel einer Geschichte ist wie die Tür zu einem Haus. Ein Besuch in diesem Haus kann einladend, spannend oder sogar unheimlich sein. Es kann aber auch todlangweilig werden und der Besucher verlässt das Haus ganz schnell wieder. Ähnlich ist es mit dem Titel deiner Geschichte. Er soll den Leser einladen, sich für deine Geschichte zu interessieren und ihn davon überzeugen, dass er anfängt, sie zu lesen. Ein Titel sollte möglichst einmalig sein und neugierig machen. Er darf aber auch nicht zuviel verraten oder gar den Inhalt preisgeben. »Lara versöhnt sich mit Clara« – das wäre ein Titel, bei dem keine Spannung mehr bleibt, denn man weiß schon, wie die Geschichte ausgeht. Lass dir bei der Wahl des Titels etwas Besonderes einfallen.
Glückliche Wettbewerbsgewinner
Ein wenig Glück gehört dazu, wenn du bei einem Wettbewerb gewinnen willst: Dein wunderbarer, ungewöhnlicher Text muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bei dem, der auswählt, richtig gut ankommen. Wenn du deinen Text bei einem Schreibwettbewerb einreichen möchtest, solltest du dich daher zunächst einmal an die Einsendebedingungen halten. Diese sagen dir, welche Art Texte (zum Beispiel Kurzgeschichte oder Gedicht, ein Krimi, eine Fantasy-Geschichte) erwartet werden und ob es ein bestimmtes Thema dafür gibt. Außerdem erfährst du, wie viel Seiten du schreiben darfst, zum Beispiel maximal fünf Seiten. Wenn du die Einsendebedingungen beherzigst, bist du deinem Glück einen guten Schritt näher.
Kraftvoll schreiben
Unerfahrene Autoren benutzen häufig blasse und kraftlose Wörter, und diese auch noch zu oft. Es sind Begriffe aus dem Alltag, die häufig in Gesprächen untereinander benutzt werden, jedoch inhaltlich wenig aussagen. »Schön« ist so ein beliebtes Wort, außerdem »fantastisch« oder »gut«. Dem Leser sagen diese Worte nichts genaues, er muss also selbst nach dem suchen, was gemeint ist und kann sich dabei etwas ganz Falsches denken. Meine Ferien sind schön, schreibt Paul auf eine Urlaubskarte an seinen Freund. Er meint das warme Wasser, und dass er zum ersten Mal auf einem Surfbrett steht, was ihm viel Spaß macht. Antonia dagegen schreibt: Meine Ferien sind schön, weil sie sich freut, dass sich ihre Eltern in diesem Urlaub wieder versöhnt haben. Du siehst, da gibt es ganz schön Unterschiede! Vermeide allgemeine Wörter, ersetze sie durch deine Fantasie und deine Beschreibung.
Hallo, Verlag!
Zunächst solltest du Folgendes abklopfen: Habe ich mir das Verlagsprogramm angesehen, passt mein Werk dazu? Habe ich ein Exposé beigelegt, einen Lebenslauf? Gibt es etwas in meinem Leben, das einen Verlag besonders interessieren könnte? Ein Exposé ist eine Art Projektzusammenfassung auf 1 – 2 Seiten und dient dem Überblick. In deinen Lebenslauf gehören Erfolge bei Schreibwettbewerben (in der Schule oder außerschulisch). Und um die Verlagsprogramme kennen zu lernen, geh einfach in ein Buchgeschäft, halte Ausschau nach Titeln, wie du sie schreibst und notiere dir die entsprechenden Verlage.
Eine andere Sache ist das Produkt an sich, dein Manuskript. Vielleicht hat es tatsächlich nicht überzeugt. Da fehlt manchmal der rote Faden, es gibt verwirrend viele Personen, zuviel Randgeschehen ... Versuche - zunächst abseits von Verlagen - jemanden zu finden, der sich dein Manuskript ansieht, dir eine Meinung geben kann. Eine Chance sind Schreibwerkstätten. Dort lernst du Gleichgesinnte kennen, Texte anderer, erfährst und übst Textkritik. Literarische Workshops und Textwerkstätten für Nachwuchsautoren werden z. B. von Literaturbüros und -häusern veranstaltet. Lasst dich nicht entmutigen. Tatsächlich braucht es als Debütant (und auch später) im Literaturbetrieb oft einen langen Atem. Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein gehört ebenfalls dazu.
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